Weihnachten

Weihnachten. Das Fest der Liebe und der Geborgenheit. Der Familie. Warme Stunden bei Kerzenschein. Weihnachtslieder singen. Orangenduft. Zimt. Glühwein und Punsch für die Kinder. Der Blick aus dem warmen Wohnzimmer in die verschneite Landschaft. Kirchenglocken. Tannennadeln. Lachen. Glücklich sein. Und in Wahrheit: Zwanghaft harmonische Gespräche. Dennoch Streit. Stress, vor allem wegen des Weihnachtsbratens. Viel Langeweile. Müdigkeit. Zu viele Menschen. Unnötige Geschenke. Enttäuschung, weil man sich doch so gefreut hatte auf diesen Tag.

Deshalb verbringe ich Weihnachten dieses Jahr nicht bei meiner Familie. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Familie. Aber gerade das ist der Grund. Gerade weil ich sie sehr liebe, möchte ich schöne Zeiten mit ihnen verbringen. Weihnachten ist bei uns aber leider nie schön gewesen. Zumindest für mich nicht. Und deshalb habe ich dieses Jahr ein Päckchen gepackt. Ein Brief für jeden ist dabei. Theaterkarten für meine Mama. Ein Roman für meine Großmutter. Lakritz und Whisky für meinen Großvater. Schokolade. Und noch ein paar wenige schöne Dinge. Dinge, aber vor allem Zeit. Angenehme, gemeinsame Zeit. Denn ich gehe lieber nächstes Jahr mit jedem einzelnen von ihnen ins Theater, ins Kino, ins Museum oder sonst wohin. Gerne auch mehrmals. Hauptsache wir verbringen schöne Zeit miteinander. Weihnachten gehört da nicht dazu, zu der schönen Zeit. Aber das ist auch in Ordnung so.


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